Motivation des Stiftungsgründers

Nicht nur einmal wurde dem Gründer der Stiftung die Frage gestellt "...warum machen Sie das eigentlich?", oftmals begleitet vom Nachsatz, ob man denn "damit Geld verdiene.."

 

Nichts Neues für den mehrfach schwer verwundeten Frontsoldaten der Armeen des III. Reichs, dass er sich mit solcherart zweifelnden Fragen auseinandersetzen musste. Dabei war es eigentlich ganz einfach: auf einer Reise nach Kiev, in seine Vergangenheit als Soldat der 6. Armee, die bei der Schlacht um Stalingrad traurige Berühmtheit erlangte, fiel Fritz Kreuzer auf, wie miserabel schwerstbehinderte Menschen in der Ukraine versorgt waren. Er konnte mitreden, hatte er doch in diesem Krieg mit 20 Jahren ein Bein verloren, trägt eine Beinprothese.

 

Er könne sich keinen Rollstuhl leisten, erklärte ihm ein junger Mann, der bei einem Autounfall beide Beine verloren hatte und sich auf einem hölzernen Rollbrett durchs Leben quälte, weil er die umgerechnet 400€ für einen Rollstuhl nicht aufbringen konnte - als Behinderter erhält er auch nicht mehr staatliche Unterstützung als ein Rentner, muss also mit etwa 80€ über den Monat kommen.

 

Diese Erfahrung war der Startschuß für die Gründung einer Initiative, die mit der Lieferung gebrauchter Rollstühle begann - sinnigerweise wurden die ersten 50 Stück sogar mit dem Regierungsflugzeug des ukrainischen Ministerpräsidenten nach Kiev gebracht, als dieser zu Besuch in München weilte und Fritz Kreuzer einfach bei der Stadt anfragte, ob in diesem Flugzeug nicht Platz für Rollstühle sei.

 

Nur wenige Jahre später gestatteten die Zuwendungen der Stadt in Verbindung mit den privaten Spenden über ein größeres Projekt nachzudenken und Fritz Kreuzer entschloss sich, eine Stiftung zu gründen, in die sein gesamtes Vermögen einfließen sollte, das er als Personalchef eines der größten deutschen Chemiekonzerne verdiente.

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