Das Mädchen, mit dem alles begann: Anna Mitschenko. Sie war 12 Jahre alt, als man sie Alexander Stetsenko, dem Leiter der Kiever "Orthotech"- Werkstatt vorstellte, nachdem ihr aufgrund eines aggressiven Knochenkrebses das rechte Bein amputiert werden musste. Anna sprach kaum, war depressiv, hatte Probleme sich mit ihrem Schicksal abzufinden. Erst als sie merkte, dass man tatsächlich versuchte ihr zu helfen, fand sie zurück ins Leben, beteiligte sich intensiv an den zuerst ungeliebten, aber eben notwendigen Rehamaßnahmen.

 

Nachdem man Anna eine maßgefertigte Beinprothese angepasst hatte, veränderte sich die Stimmungslage dramatisch. Sie war nun zufrieden mit ihrem neuen Bein, wurde wieder zu dem aufgeweckten, fröhlichen Mädchen, das sie vor ihrer Krankheit immer gewesen war.

Drei Jahre später musste man schon genau hinsehen, um zu erkennen, dass die inzwischen fast 16jährige Anna eine Beinprothese trug. Wie die dankbare Mutter der Vertreterin des FKS-Vorstandes - Frau Kazenwadel - stolz mitteilte, waren Annas Leistungen in der Schule inzwischen genauso gut wie ihr Umgang mit der mehrfach dem raschen Wachstum gemäß genau angepassten Beinprothese.

Mit 22 Jahren war Anna nicht nur verheiratet, sondern auch Mutter eines gesunden Jungen. Obwohl sie wegen ihres Alters nicht mehr auf der Liste der zu betreuenden Patienten der Fritz-Kreuzer-Stiftung steht, kommt sie doch regelmäßig vorbei bei "ihrer" Werkstatt, lässt kleinere Anpassungen machen an ihrer Prothese, die für sie mehr bedeutete als nur einen Ersatz des verlorenen Beines - es war ein Stück Lebenshilfe, das ihr die ersehnte Rückkehr in ein (fast) normales Dasein ermöglichte: keine Selbstverständlichkeit in diesem armen Land.

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