Dieser Bericht entstammt einem Vortrag von Frau Olha Tkaczenko anlässlich eines Treffens der "Mütter gegen Atomkraft e.V."

"Der Kampf ums nackte Überleben - und die Hoffnung nicht aufgeben!" dieser Satz beschreibt die derzeitige Situation der Ukraine am besten. Obwohl seit 1991 unabhängig, hat das kommunistisch-totalitäre System sowie die Beibehaltung alter politischen Machtstrukturen und die Unerfahrenheit im Umgang mit Demokratie das flächenmässig grösste Land Europas in eine fatale Lage gebracht. Schattenwirtschaft, mafiose Strukturen und die allgegenwärtige Korruption bestimmt das tägliche Leben der 51 Millionen Einwohner.

Seit 1990 hat sich das Bruttosozialprodukt um das zweifache verringert, pro Person umgerechnet um rd. 58% von 1991-1995. In den letzten Ausgaben des Transition Report der Europäischen Bank für Aufbau und Entwicklung wurde die Ukraine 1996 von allen 25 Transformationstaaten auf Rang 20 und 1997 sogar auf Rang 23 gesetzt: schlechter schnitten lediglich Turkmenistan und Albanien ab. Die Schattenwirtschaft stellt gegenwärtig das grösste Problem für die Normalisierung dar. Es war der Nationalbank zwar gelungen, die Inflationsrate im Jahr 1998 auf 10% zu reduzieren (vorher 10.000% !), aber die erzwungene Stabilität der Landeswährung Hrywna wird auf Kosten der Bürger teuer erkauft.










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