Afghanistan, Grosny, Tschernobyl, Namen hinter denen die Apokalypse des Krieges und menschliches Versagen stehen. Sie symbolisieren Tod, Verstümmelung und die verzweifelte Hoffnungslosigkeit.
Und brachten endloses Leid für die Schwächsten, die Alten, die Armen und vor allen: die Kinder.

Alina nach AmputationAuf einer Reise in die Ukraine und damit in die eigene Vergangenheit als Soldat der 6. Armee erlebt Fritz Kreuzer im Sommer des Jahres 1989 in schockierenden Bildern das Leiden Behinderter in der zerfallenden UDSSR. Als beinamputiertem Schwerkriegsbeschädigten fällt ihm auf, wie eklatant schlecht die orthopädische Versorgung der Schwerbehinderten dort ist. Ohne Prothesen, ohne Krücken schieben sich doppelbeinamputierte auf primitiven Holzbrettern über die Strassen, strahlengeschädigte Kinder quälen sich auf fabrikgefertigten Gehhilfen durch ihr junges Leben. 750 DM für einen Rollstuhl: unerschwinglich für die Eltern, die 30 DM Sozialhilfe erhalten. Eine Krankenversicherung gibt es nicht. Familien verkaufen ihr Hab und Gut um die Arztkosten zu bezahlen. Ist das Geld zu Ende, gibt es keine Hilfe mehr.
Eine Idee reift im Kopf des Überlebenden von Stalingrad.



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